Song Reaction: Die letzten Male im Leben kommen still
Shownotes
Während wir in unseren Tagebüchern oft unsere ersten Male festhalten, gehen die letzten Male häufig unter. Gar nicht unbedingt beabsichtigt, sondern schlicht dem Umstand geschuldet, dass wir meist nicht im Voraus wissen, wann wir etwas zum letzten Mal erleben. Für die aktuelle Folge Song Reaction hat uns ein Song des Schweizer Musikers Ritschi inspiriert. Und nach der Diskussion über «Die letschte Mal» wussten wir plötzlich gar nicht mehr so genau, mit welchen Gefühlen wir an die letzten Male denken sollen: Nostalgie? Dankbarkeit? Wehmut? Oder vielleicht sogar Freude? Ausserdem hat uns das Thema Weiterentwicklung und Selbstanklage beschäftigt. Wichtig: Dieser Podcast bildet unsere Reaktion auf Songs ab und widerspiegelt nicht zwingend die Meinung der Künstlerinnen und Künstler.
Alle Songs, über die wir in dieser Folge sprechen, findest du in unserer Spotify-Playlist: https://open.spotify.com/playlist/4FKNNRsb6wa8QwTdAbvfyu?si=4e037b4b631241de
Hosts: Janine Wassmer, Reto Nägelin, Andi Meier
In dieser Folge sprechen wir über:
00:53 – CH-Song: «Die letschte Mal» von Ritschi 14:32 – «Challenger» von Luca Fogale 23:03 – «Don’t Hurt Yourself» – The Brilliance
Zusätzliche Links:
Die MUSIC Loft Acoustic Session mit Ritschi: https://www.youtube.com/watch?v=iBcyRZ4MBuk&list=RDiBcyRZ4MBuk&start_radio=1
Ritschi im ausführlichen Gespräch: MUSIC Loft: Artist: Ritschi – Warum Mundartmusik unsere Seele berührt: https://www.youtube.com/watch?v=zQJ7XnK3gcg
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Folgende Songs werden in dieser Podcast-Episode besprochen:
Den Moment geniessen: «Die letschte Mal» von Ritschi Das letzte Mal ein Kind in den Schlaf wiegen, das letzte Mal im Meer baden oder das letzte Mal bis spät in die Nacht hinein feiern. Das Besondere an den letzten Malen im Leben ist, dass wir nie wissen, wann ein solcher Moment gekommen ist. Passiert uns etwas zum ersten Mal, ist uns das meist sehr bewusst. Es sind genau diese Momente, die es in unser Tagebuch schaffen. Bei den letzten Malen ist das ganz anders. Der Song «Die letschte Mal» von Ritschi zeigt eine wehmütige, nostalgische Perspektive auf Momente im Leben, die wir zum letzten Mal erleben. Und er lädt uns dazu ein, den Moment bewusst wahrzunehmen und zu geniessen.
Loslassen oder Weitergeben? «Challenger» von Luca Fogale Wer auf das Leben zurück schaut und sich die Zeit nimmt, herauszuschälen, was einen geformt hat wird unausweichlich mit der Frage konfrontiert, was man zukünftig behalten und was man lieber loslassen möchte. «Challenger» fordert uns heraus genauer hinzuschauen und uns weiterzuentwickeln. Nicht alles, was wir aus unserer Vergangenheit mitgenommen haben müssen wir auch weitertragen oder an unsere Kinder weitergeben.
Mach dich nicht fertig! – «Don’t Hurt Yourself» – The Brilliance Ganze 16-mal kommt im Song die Zeile «Don’t Hurt Yourself» von The Brilliance vor. Eine eindringliche Aufforderung, sich nicht selbst fertig zu machen. Das Leben ist manchmal schon schwer genug, da brauchen wir es uns nicht noch zu erschweren mit verbissener Selbstanklage.
Transkript anzeigen
00:00:00: Als Kind habe ich wieder einen Helikopter-Pilot.
00:00:01: Ich habe irgendwann ein Einfamiliehaus mit einer Frau in Passat und einem Hund.
00:00:05: Das Leben ist ein bisschen anders gekommen.
00:00:06: Und das ist auch nicht so tragisch.
00:00:07: Also ich glaube, dass nicht das verbissen.
00:00:09: Weisst du, wie es losläuft, wie es auch etwas leichter ist.
00:00:12: Und der Song ist für mich auch leichter.
00:00:19: Willkommen
00:00:19: bei Song Reaction, der Ort, wo wir über Musik sprechen, wo uns bewegt hat, über Songs, die ich mir zum Diskutieren gebe, wo wir etwas drin rein wollen.
00:00:28: Tauchen und herausfinden, was wir rausgörten, was für ihn Puls nehmen, vielleicht auch mit für uns selbst.
00:00:35: Wir sagen einfach, was uns durch den Kopf und aus dem Herz geht.
00:00:38: Das muss nicht zwingend Meinung sein von der Künstlerin oder dem Künstler oder das, was diese Person hat wollen, auszudrucken.
00:00:44: Wir sagen einfach das, was bei uns angekommen ist und was uns irgendwie durch den Kopf ist.
00:00:49: Und das Mal sind das Andi, Reto und ich, Janine.
00:00:54: Und wir starten mit mir Ritschi.
00:00:57: Die letzte Mal, eine wunderschöne Saison, um die letzten, nicht eben die ersten, sondern die letzten Mal, wo man etwas erlebt.
00:01:08: Und das finde ich ganz entspannende Gedanken.
00:01:13: Sehr, sehr spannend und sehr inspirierend.
00:01:16: Ritz war ja die Musikloft-Artist letztes Jahr und spielte der Song in der Acoustic Sestern auch.
00:01:21: Er hat
00:01:24: selber
00:01:25: über den Song noch geschwätzt.
00:01:26: Da kann man immer noch zuhören, was er von diesem Song ... oder wieso er das Song entstanden ist.
00:01:31: Ich habe ihm schon gesagt, mir klingt der mega.
00:01:36: Ich habe einen Fifzemonat der alten Sohn.
00:01:38: und der begleite ich in den Schlaf.
00:01:41: Also da habe ich mich auf den Arm und der schläft ein.
00:01:44: Und das sind die Summen, wo ich dann denke, ich habe einen ist das letzte Mal und schläft alleine ein.
00:01:48: Also weißt du, ja oder... Die einen der Schuhe gönnt ihm nicht, und wir haben vor der Zeit einen Outlet extra so Nike's gekauft, und wir wussten, die gönnt ihn nicht mehr, sind die für mich.
00:01:59: Und er ist so, schein, wann hat er das letzte Mal angekommen?
00:02:01: Also so, seine Bilder, die er schrieb, die klingeln nicht mehr mehr an.
00:02:05: Du
00:02:05: bist ja auch gerade beim Kind, weil er es auch so textet, oder?
00:02:09: Genau, er erzählt von seinen Kindern den letzten Mal.
00:02:12: Also, ich kann auch, jetzt ist er in den Sechs, meine Tochter, ich sage mich auch.
00:02:16: Emotional, wir sind mitgenommen.
00:02:19: Es ist so schön, die Zeit jetzt.
00:02:22: Aber es ist vorbei, wenn sie vorbei ist.
00:02:24: Wenn
00:02:26: wir die Lehrungen vorlesen wollen, oder nie mehr, dass ich deine Hand heben muss bis zu schlafen.
00:02:33: Nicht, dass du mit immergleichlichen Tausenden Fragen stellst.
00:02:39: Es kommen dann auch Beispiele vor, die dann vielleicht gar nicht so ... ...positiv und romantisch sind.
00:02:46: Es gibt immer wieder so Momente, die bei uns sind.
00:02:49: Mega laut und mega krass.
00:02:51: Es hat sich schon wieder die Jacke auf den Boden geschmissen und sagt, das ist nicht zu hören auf Geissen und so.
00:02:57: Und manchmal ist es, wenn die Mann und ich in der Küche stehen und sagen, es ist so laut, es ist so krass.
00:03:02: Manchmal sagt er, irgendwann ist es mega still und dann wird es mega fehlen.
00:03:06: Irgendwann ist die Jacke nicht im Boden.
00:03:08: Ja, genau.
00:03:09: Das ist dann gar nicht so cool vielleicht.
00:03:10: Das ist dann eben nicht so.
00:03:12: Ja.
00:03:13: Nicht so cool.
00:03:15: Ich finde, das ist der Positivaspekt, der bei einem Song schon mal durchkommt.
00:03:18: Also einer von denen schon mal, ja, er sagt zum Beispiel auch, und steht zu schuten, Kinderfilme schauen und so tun, wie ich das gerne machen würde.
00:03:26: Aber ich würde eigentlich lieber zu schuten schauen.
00:03:28: Und irgendwann kann er wieder zu schuten schauen.
00:03:31: Ja, genau.
00:03:32: Aber irgendwann kann er wieder zu schuten schauen und finden so, ah, eigentlich sollte ich doch wieder mal Papa-Tschwoll schauen.
00:03:37: Ja, genau.
00:03:38: Also weisst du, ja?
00:03:40: Ja.
00:03:41: Ich finde, es... Es macht ihm auch so ein bisschen sensibel auf das Thema, dass er diesen Moment geniesst.
00:03:46: Und ich meine, es ist ja ein grauerhafter Satz, wie man es gesagt hat.
00:03:49: Sie werden so schnell gross geniessen.
00:03:52: Oder weisst du, das wird einem ja so viel gesagt.
00:03:54: Und ich dachte so, ja, es ist gar nicht... Also, was will ich denn mehr machen?
00:03:59: Ich kann ja jetzt nicht irgendwie im Chaos hin und sagen, so schön, ich genieße es jetzt, weil sie werden so schnell gross.
00:04:05: Aber es hilft mir eben trotzdem.
00:04:08: Im Chaos konnte ich sagen, irgendwann fällt es dir.
00:04:11: Und irgendwann ist es das letzte Mal.
00:04:13: Und jetzt bis Gnädig und dann geniessen gewisse Sachen intensiv.
00:04:18: Also ich mag mich mega gut erinnern, vor so einem halben Jahr oder so war meine kleinste Tochter auf dem Arm eingeschlafen.
00:04:26: Es war irgendwie eine Sibne.
00:04:27: Wir sind wirklich so trainern abgelaufen.
00:04:31: Ich habe zu meinem Mann übergeguckt und gesagt, dass er das letzte Mal ist.
00:04:34: Und nur das Wissen, darum habe ich extrem emotional gemacht.
00:04:41: Und seitdem ist man wirklich nie mehr auf dem Arm eingeschlafen.
00:04:45: Ich rieche mir immer noch ins Bett und dachte immer so, da ist noch nicht das letzte Mal.
00:04:48: Vielleicht schlaft sie irgendwann wieder mal ein.
00:04:52: Bei mir auf dem Arm.
00:04:53: Aber ja, das ...
00:04:55: Das ist sehr lustig.
00:04:57: Ich habe das schon ein paar Mal gelesen und gestern habe ich, wenn ich doch nicht schlafen konnte, und da habe ich sie umgetragen, um sie zu beruhigen.
00:05:07: Und dann ist mir das ein Sinn gekommen und das erste ist, dass ich eine Viertelstunde umgetragen habe.
00:05:10: Ich mag noch etwas gross und schwer und dann würde ich sagen, oh nein, wie schön.
00:05:14: Das ist das letzte Mal, als ich sie umgetragen habe.
00:05:17: Und ich finde das schon ein cooles Ansatz hier.
00:05:20: In diesem Song kann man sich Gedanken machen über das.
00:05:22: Es könnte das letzte Mal sein.
00:05:24: Man genießt momentan oder die Situationen viel bewusster.
00:05:28: Das hat man nicht auf dem Schirm.
00:05:29: Das könnte das letzte Mal
00:05:31: sein.
00:05:31: Das muss ja voll nicht nur um die Kinder
00:05:33: gehen.
00:05:33: Das kann ich auch bringen.
00:05:34: Es
00:05:34: ist mein Rital, wenn wir am Meer in den Ferien sind, dass ich am Schluss mich vorabschiede.
00:05:40: Ich weiss nicht, ob ich wieder ... Und es wird auf jeden Fall ein Jahr bis ich wieder das Meer sehe, wenn wir den Schweizer Bekanntlichkeins haben.
00:05:48: Also, es sind wirklich Täten und laden es auf mich bewirken.
00:05:54: Es gab letztes Jahr, in dem ich denke, ich kann schämen, dass ich das letzte Mal verpasst, in dem ich gewandere.
00:06:02: So bevor alles verschneit ist und ich wusste ja jetzt muss ich den Schneeschuh füllen.
00:06:07: Aber so die Art von anderen, die ich am liebsten mache, ist jetzt oben.
00:06:11: Ich kann das schon noch gerne aufsäugen und mir das bewusst werden.
00:06:17: Es macht für mich einen Moment so tief und so wertvoll.
00:06:23: Aber im Alltag ist es schwierig, oder?
00:06:24: Ich finde es ein sehr schöner Ansatz, aber im Alltag ist es auch sehr herausfordernd.
00:06:28: Also das Wesentliche und das Nebensächliche.
00:06:31: Das Wesentliche wäre, an dem Moment zu geniessen, das Nebensächliche.
00:06:33: Ich bin müde zu schlafen.
00:06:35: Aber es geht dann halt.
00:06:36: Ich muss ja morgen arbeiten, ich sollte das beten und meine Tochter machen das an Lermont.
00:06:39: Das könnte ich endlich schlafen.
00:06:40: Ja, also der Alltag ist halt wie anders.
00:06:43: Und das finde ich sehr schön, dass der Wechsel ... zwischen dem Wesentlichen und dem Nebensachlichen.
00:06:49: Also es ist ja beides da.
00:06:51: Und das dann wie ich sage, ich kann das Gewicht.
00:06:54: Meine persönliche Bewertung kann ich schiften.
00:06:57: Also dann kann ich sagen, was ist jetzt der Wichtige?
00:06:59: Eben, ob ich jetzt weniger Stunden weniger schlafe oder ob ich meine Tochter eine Stunde auf dem Arm habe.
00:07:05: Man darf sich am Morgen auch dumm finden, ob wir aufstehen müssen, was ich mache oder was auch immer.
00:07:10: In dieser Situation drin ist es ja voll nicht irgendwie ein Split, wo ich dafür finde, alles okay und les.
00:07:16: Sondern es kann einem vielleicht auch manchmal in so Situationen, die es ist, vielleicht nicht ein Puls sein.
00:07:23: So, es geht vorbei.
00:07:25: Aber es geht auch
00:07:28: vorbei.
00:07:29: So, alles ist eine Phase, aber die ist
00:07:34: dann irgendwann auch um.
00:07:35: Bist du dann auch bewusst, oder?
00:07:36: Was mich noch so angesprochen hat, ist das Frage des Naturaus.
00:07:38: Das kommt gar nicht an.
00:07:39: Ich finde, das ist kein Naturaus.
00:07:40: Der Brauer ist nicht nass, sondern sagt einfach, wie es ist.
00:07:43: Also in dieser Nostalgie könnte man sich einfach fangen.
00:07:47: Früher war es schon schön, alles viel besser.
00:07:49: Und dann verpasst man auch gegen Wart.
00:07:51: Und das wäre auch das Gegenteil von dem, was den Song will sagen.
00:07:54: Also genieße den Moment, nimm ein wahr.
00:07:56: Und ich komme aus dem Blues.
00:07:57: Ich habe den Blues gerne.
00:07:59: Und für mich ist der Blues auch so ein bisschen ...
00:08:02: ...
00:08:03: mal überdauer.
00:08:05: Traurig schön.
00:08:06: Es ist beides.
00:08:07: Es war ein Trupp an der Zeit, wo die Traurig macht, dass sie nicht mischt, aber das Freude darüber hat, dass das gewesen ist.
00:08:13: Das schreibt
00:08:14: ja schon.
00:08:15: Mein ganzes Tagebuch ist vollgeschrieben, mit der ersten Masse, so typisch, oder?
00:08:19: Dass man die schönen Momente festhaltet.
00:08:24: Sie sind im Spotlight auf dem Podest in Erinnerung brennt.
00:08:29: Und zu jedem gibt es eine Geschichte, die man sich immer wieder erzählt, oder so.
00:08:31: Das Lass halte man ja mega fest.
00:08:35: Und irgendwie ist es ja auch schön, einen anderen dieser Raum zu geben, oder so.
00:08:41: Aber ich finde
00:08:42: es
00:08:43: eben schwierig.
00:08:44: Es ist eben
00:08:44: noch schwierig.
00:08:45: Es ist eben so keiner oder schwerer.
00:08:50: Ja, wenn ich mir das vorstelle.
00:08:52: Das war das letzte Mal, als ich ein Konzert habe.
00:08:56: Ich habe in meiner Laufbahn als Musiker nicht viel Konzert gegeben.
00:09:00: Aber vielleicht hatte ich mein letzter Konzert schon.
00:09:02: Und ich habe das nicht als mein letzter Konzert genossen.
00:09:05: Genau, das
00:09:05: ist der Punkt.
00:09:06: Das ist sofort.
00:09:07: Und das ist schon mega sofort.
00:09:09: Also spiele ich noch mal vor ein paar Hundert Leute.
00:09:12: Irgendwann ein Konzert mit Zungs von mir.
00:09:15: Ich weiss es nicht.
00:09:16: Aber ich habe den Moment auch nicht ... Ich habe den mega genossen.
00:09:20: Aber es ist nicht so ... Ich weiss ... Ich konnte das nicht geniessen als das letzte Mal.
00:09:25: Und ich ... Ja.
00:09:29: Das ist schon ein Auserfoto.
00:09:31: Es ist ja schwierig.
00:09:32: Ein Tagebuch der letzten Mal ist schwierig zum Führen, weil du ja nie weisst, wann ist das letzte Mal?
00:09:38: Mein Grossmami, der gerade im Sterbe liegt, ich bin jetzt in den letzten zwei Wochen, wo ich mich drei Mal verabschiede.
00:09:45: Jedes Mal meint, jetzt ist es besser.
00:09:47: Nein, jetzt ist es wirklich ... Die Nacht schafft sie nicht mehr.
00:09:51: Jetzt ist es auch wieder der zweite Tag.
00:09:53: Du weisst es ja wirklich einfach nicht.
00:09:55: Wie würdest du das festhalten?
00:09:56: Wie würdest du es auch wertschätzen?
00:10:01: Ich finde die Wertschätzung für den Moment, den man dann eben hat.
00:10:04: Das ist etwas, das für mich immer wieder zu getan hat, den Moment jetzt zu geniessen.
00:10:13: Und ja, es ist manchmal schwierig im Alltag zu unterscheiden, was ist jetzt wirklich das Wichtige und was wesentlich und was ist weniger.
00:10:21: Aber so einfach die Momente auch geniessen können.
00:10:23: In diesem Moment jetzt das Gespräch mit euch geniessen und nicht denken, was ist in einer Stunde los.
00:10:31: Und das tönt immer so Panarplumpen einfach.
00:10:33: Aber ich finde, das macht so vieles aus.
00:10:35: Wir konnten das letzte Konzert machen.
00:10:38: Und so ein Wichtbewusstsein hat jetzt vielleicht anders genossen.
00:10:44: Weisst du es nicht?
00:10:44: Ja, ja.
00:10:46: Ich glaube schon.
00:10:46: Also ich glaube, du bist ein cooler Hinweis mit dem letzten Mal.
00:10:49: Ohne das irgendwie verwissen zu machen.
00:10:50: Aber ich finde den Gedanken, dass bei gewissen Momenten das letzte Mal sein könnte.
00:10:56: Dann ist es schon anders geworden, bewusster.
00:10:59: Ich meine, es ist ja tatsächlich so.
00:11:00: Man sagt, man soll nicht im Streit ins Bett gehen, weil du nie weisst, ob es am nächsten Tag oder am nächsten Morgen ist.
00:11:04: Also du weisst auch nicht, wenn du das letzte Mal nicht sehst.
00:11:07: Also von daher ist es wie ein Bewusstsein, im Moment in deinem Leben nicht einfach als romantische Hypothese, sondern tatsächlich zum Leben auch in deinem Moment geniessen.
00:11:15: Das ist immer schwieriger, oder?
00:11:17: Wir sind überall nur nicht da, wo wir sind.
00:11:19: Also ich zumindest, ja.
00:11:20: Und das finde ich schon sehr, sehr anspruchsvoll.
00:11:22: Und vielleicht sind es eben genau so Songs wie ... Wie der, der uns daran erinnert, wirklich den Moment so zu nehmen als wäre das letzte Mal.
00:11:30: Das hat nicht ein ganz anderes Gewicht, die ganz andere Bedeutung.
00:11:34: Und ich habe ja noch einmal ... macht doch nichts in der Brose zum zehnten Mal.
00:11:37: Das letzte Mal macht ja eigentlich
00:11:39: nichts.
00:11:40: Das Geschenk.
00:11:41: Und jeder ist mal bewusst, oder?
00:11:43: Wir sind irgendwie eingefahren.
00:11:46: Gerade wenn man es eben auf Kind bezieht, das kommt ja voll durch beim Song selber.
00:11:50: dass unsere letzten Mal ihre ersten Mal sind.
00:11:56: Das letzte Mal, wo das Kind zu Hause wohnt, ist das erste Mal, wo es rauszieht.
00:11:59: Das stimmt.
00:12:00: Das letzte Mal, wo es zum ersten Mal ins Bett riecht, ist das erste Mal, wo es alleine selbstständig ist.
00:12:06: Das
00:12:07: stimmt.
00:12:08: Nein, ich bin einander eigentlich.
00:12:12: Ich möchte mich einfach erinnern ... Was Simon mal gesagt hat, die Susha Amigara für uns im Podcast macht, die Reaction, wo sie so einen Auszug sind, haben sie das gefeiert, sie haben ein Essen miteinander gemacht.
00:12:28: Und ich finde das auch mega schön, wenn es so Sachen sind, wo du weisst, dass es das letzte Mal dann eben auch etwas Schönes daraus machen könnte, dass auch irgendwie noch würdig feiern, vielleicht auch.
00:12:40: Aber
00:12:42: ich finde gerade bei den letzten Malen, viele von den letzten Malen, Das macht es schon schwierig.
00:12:47: Also, wenn es um Sterben geht, haben wir doch noch ein Spielraum, ob es wirklich das letzte Mal ist.
00:12:52: Also, wenn du sagst, ich spiele es doch noch mal als Konzert.
00:12:54: Ist vielleicht nicht ganz so einfach, aber du
00:12:56: sagst... Ja, doch, wenn ich mit dir heim komme und sage, hey, Mami, es hat nicht funktioniert, ich
00:13:00: will dich
00:13:01: wieder heim.
00:13:01: Ja, das stimmt.
00:13:02: Oder, Mami, kannst du mir noch mal Hand in Hand spazieren?
00:13:04: Ich bin zwar schon ein bisschen älter, aber können wir das noch mal machen?
00:13:07: Ja, genau.
00:13:07: Also, weisst du, es ist nicht so absolut.
00:13:10: Also, wenn es um Sterben geht, dann ist es mindestens... Wir hoffen nicht, dass wir das wiedersehen.
00:13:15: Aber sonst ist es für die Momente sehr absolut.
00:13:18: Ist es das letzte Mal?
00:13:20: Ja, stimmt.
00:13:21: Der geht tief.
00:13:22: Der kennt er mir noch
00:13:23: immer.
00:13:23: Wir machen jetzt trotzdem hier mal einen Punkt.
00:13:31: Mit unserem Fun-Fact, das wir immer haben, zum Schluss geht es schnell los.
00:13:34: Alle Gedanken, die wir jetzt hatten.
00:13:38: Fun fact, Ritschi hat vor ein paar Wochen einen Aufruf gemacht.
00:13:43: Er hatte noch eine Hundertzehnte von seinem letzten Album.
00:13:47: Er hatte noch geredet von der Wattefirma.
00:13:50: Er fragte sich, was ich mit diesen vielen CDs mache.
00:13:54: Die können wir jetzt nicht mehr wegen, jetzt hat er das neue Album rausgegeben.
00:13:57: Und für mich ist es auch blöd.
00:13:59: Und dann hat er einen Aufruf gemacht, wer nimmt diese CDs?
00:14:01: Also nicht einfach eine, sondern wirklich schon geht das ... Echt ein liebes Schali, aber das ist einfach mit zumindest ein Spiegeli.
00:14:08: Und dann haben sich verschiedene Leute gemalt, ich werde dann so ein bisschen durch den Kommentar, also erzähle ich das für das Hoflederli oder eine, die man in der Atelier schafft, für die Kundinnen, um eine mitzunehmen.
00:14:19: Und die allerersten Fünfzehnzehnte sind dann an die Kinderonkologie im Inselspital Bern gegangen.
00:14:28: Das ist eine schöne Aktion gefunden.
00:14:30: Sehr cool, mega.
00:14:31: Genau.
00:14:34: Dann ... Geben wir weiter und kommen zur Challenger vom Luca Fogale.
00:14:39: Ein Song, das darum geht, was geben wir weiter und was dürfen wir wieder loslassen.
00:14:47: Ich glaube, das Song selbst ist schon so ein bisschen Challenge.
00:14:51: Der Challenge ist, um so ein bisschen zu verstehen, so ein bisschen, ja, so ein bisschen ausbrüsten und was es genau geht.
00:15:00: Ja, es ist wirklich ein bisschen Challenge.
00:15:01: Es ist sehr schön geschrieben.
00:15:03: Es hat mich sehr inspiriert.
00:15:06: Ich habe auf YouTube der Sonne gelostet.
00:15:07: Es gibt so ein Lyrics-Video, wo dann der Text kommt und man einfach sieht, dass ich dort stehe.
00:15:13: Es war sehr stimmig für mich.
00:15:14: Es hat sich einfach gestohnt und zugelostet.
00:15:21: Was macht mich aus und was gebe ich weiter?
00:15:24: Das ist eine Frage.
00:15:25: Ich glaube, da könnten wir jetzt irgendwie mehrere Tage darüber diskutieren.
00:15:30: Aber es ist schon etwas, was mir ausgelöst hat, was würde ich weitergeben oder vielleicht auch mit dem Umfeld weitergeben?
00:15:36: Abgesehen von Kindern?
00:15:38: Vielleicht auch sonst?
00:15:40: Und wie gehe ich mit mir um?
00:15:41: Ich weiß nicht, was bei euch noch so anklungen ist.
00:15:47: Ich habe die Besetzung des Challenges nicht zu einfach auf Deutsch gefunden.
00:15:51: Herr Alsborder oder?
00:15:53: Das haben
00:15:54: wir einfach
00:15:54: nicht.
00:15:55: Ich habe bei meiner ersten Spontane Besetzung einen Veränderer gefunden.
00:15:59: Veränderer hat mir so gefallen.
00:16:01: Du bist ein Veränderer und ich bin ein Veränderer.
00:16:03: Es verändert sich.
00:16:05: Alles was passiert, alles was ist, es ist immer eine Veränderung.
00:16:08: Es bleibt nichts Gleiches.
00:16:10: Es entwickelt sich.
00:16:11: Wenn man den Text liest, kommt es für mich zum Ausdruck ein bisschen, dass ich Veränderung bleibe.
00:16:17: Für mich ist es so, ich mache berufliche Training oder bin mit Leuten unterwegs.
00:16:22: Ich habe mein Leben als Abenteuer.
00:16:25: zeigen oder darstellen, dass wir geboren werden können.
00:16:27: Und dann haben wir unsere Lebenszeit.
00:16:28: Und dann gehen wir wieder nach Hause und wir gestalten diese Zwischenzeit.
00:16:32: Und das war als Abenteuer.
00:16:33: Und wenn du ein Abenteuer hast, also nicht so eine All-included-Rise als Mittelmeer, sondern wirklich ein Abenteuer, oder?
00:16:39: Wenn du das viel mit dem tust, dann ist es ein Lebt von diesem Veränderung.
00:16:43: Von dem Unerwarteten, dem Überraschenden, dem Staunenden, dem Neuen.
00:16:47: Aber es ist wie eine Einstellung.
00:16:52: Wo mir gefällt, wenn ich das hier drin ist.
00:16:56: Ich habe aber etwas Eindrücken gehabt.
00:16:58: Alles, was er hier schreibt, der challenger, könnte auch Jesus selber sein.
00:17:02: Was wirklich so ist, könnte das auch auf ihn passen.
00:17:06: Ich weiss nicht, meine Interpretation.
00:17:08: Der, der mich immer wieder herausfordert, der, der mich wieder challenget, der, der mich wieder irgendwie neu weiterbringt, mich wachsen lässt, mich einfach nie irgendwie ...
00:17:17: Und sicher zum Look abpassen, weil er auch sehr in der christlichen Spiritualität zu Hause ist und seine Texte auch immer in die Richtung
00:17:26: geht.
00:17:26: Also mir hat es sehr gefallen, diese Vorstellung von dem Auserfordern, also im besten Sinne von Persönlichkeitsentwicklung, im besten Sinne von Wachsen und über mich auswachsen.
00:17:41: Nein, für mich war ich eigentlich als Challenger.
00:17:47: In meinem eigenen Leben.
00:17:49: Die Sachen, die du mitnimmst.
00:17:53: Die Sachen, die du in deiner Kultur geprägt bist, die du aufhörst.
00:17:58: Und du bist rausgefordert, zu schauen, was passt, was nicht.
00:18:07: Was nehme ich mit und was lasse ich wieder los?
00:18:11: You are not what came before, you are an an ending form.
00:18:14: Du bist nicht das, was vorher schon war.
00:18:16: Das hast du automatisch nicht mitbekommen.
00:18:19: Aber du musst nicht dazwischen bleiben.
00:18:22: Auch irgendwie den Weg, den du selber gegangen bist.
00:18:26: Identität findest du als etwas abgeschlossen?
00:18:29: Nicht so zu schauen, oder?
00:18:30: Das
00:18:30: ist auch nicht
00:18:30: abgeschlossen.
00:18:31: Nein, aber man hat doch auch mein Gefühl.
00:18:33: Identität ist doch so etwas... Ah, ich habe meine Identität gefunden.
00:18:36: Ich bin Janine, ich bin... Was sagt er jetzt?
00:18:40: Interventiert oder extrovertiert.
00:18:42: Ich bin so und so.
00:18:43: Man hat das Gefühl, das ist so fix.
00:18:46: Und gewisse Sachen sind ja auch fix, aber viele Sachen sind wirklich irgendwie sehr beweglich.
00:18:52: Ein Unending Form.
00:18:56: Und dort finde ich, es hat mich jetzt gerade meine Teenager-Zeit zurück katapultiert, was du gesagt hast.
00:19:02: Weil dort finde ich, passt bei Challenger nachher wieder.
00:19:05: Also dass das herausfordern, dass es nicht so easy ist, sich zu verändern.
00:19:12: Veränderung ist ein Prozess, es ist schwierig, aber es ist etwas einfacher zu verändern.
00:19:16: Man verändert sich etwas und die Challenger tömpfe mich noch etwas härter.
00:19:19: Manchmal ist es noch mehr ein Kampf.
00:19:22: Wie ein Rebell.
00:19:23: Wie soll man in diesem Negativ ein Rebell gegen eine starre Form nicht ausdrutzen?
00:19:31: Ja, oder auch das, was über mich früher viel gesagt wurde.
00:19:34: Das ist der Stil.
00:19:36: Das ist der Ruhige, der nicht so im Ecken ist, der Außenseiter.
00:19:41: Ich habe gemerkt, ich muss das weh abschütteln.
00:19:45: Ich habe dann angefangen, Musik zu machen.
00:19:47: Es hat mir viel geholfen, zum Anstand zu sagen, ich kann im Fall etwas.
00:19:51: Ich kann auch vor Leuten reden und ich kann auch ... Ich war schon als Moderator und schwebte mit euch jetzt und macht ein Konzert oder ein Konzert gemacht.
00:20:04: Ich habe das geschafft, das zu brechen.
00:20:07: Das hat mich aber viel gekostet, weil ich das jahrelang gehört habe.
00:20:10: Du bist so.
00:20:11: Und dann musste ich die Challenge annehmen und sagen, das war das, was früher gesagt war oder war.
00:20:18: Und ich konnte mich krampfen.
00:20:21: Also es ist doch etwas, ja.
00:20:22: Also wenn du jetzt in die zweite Strophe rein gehst, break the chain, kill the rage, kill the shame, make the light grow in their place.
00:20:31: Also es ist genau das, dass eben das durchbrechen, ob jetzt das eben rage oder shame, die charm ist oder eben andere Themen, die vielleicht bei einem sind.
00:20:41: Aber auch das irgendwie durchbrechen und sagen, hey, von dem würde ich mich loslösen.
00:20:47: Ja.
00:20:49: Ich brauche viel bei meinen Trainings zu begriffen.
00:20:52: Wahr Identität oder befreites Ich.
00:20:55: Also in dem Moment, wenn du wirklich deine ganze, wer du wirklich bist, also nicht, was die Leute sagen.
00:21:01: Nicht das, was du so gelernt hast, also sozialisiert worden bist oder so.
00:21:08: Wer sieht eigentlich Gott in mir?
00:21:09: Also wenn er mich geschaffen hat, als was hat er mich geschaffen, was ist das Herz?
00:21:13: Für was bleibt mein Herz wirklich?
00:21:15: Potenzial, was für eine Berufung ist, auch noch.
00:21:19: Und das ist mehr als du denkst, oder?
00:21:21: Das ist mehr als, wir könnten denken, das ist nicht begrenzt von dem und wie das so wunderschön in dem Text.
00:21:26: Lass es weg, lass es mal auf die Seite und schau mal, was wirklich hier ist.
00:21:29: Wer bist du wirklich?
00:21:30: Und du musst mir vorher so reagieren, gell?
00:21:31: Der Selbstmanagement-Trainer.
00:21:34: Ich bin halt so und sage, nein, nein, nein, es funktioniert das nicht.
00:21:37: Du hast dich entschieden so zu sein.
00:21:38: Weil wir entwickeln uns immer, immer.
00:21:41: Die Frage ist nur, wie aktiv und wie fest nehmen wir Einfluss auf das und... Und wir können das Leben lang entwickeln.
00:21:46: Das hört nicht einfach auf.
00:21:49: Ich finde es ein tolles Song, das uns auf das Huey weiss, dass wir uns aktiv sein können.
00:21:55: Unser Charakter kann auch mitgestalten, dass es nicht einfach nur gegeben ist.
00:21:59: Das
00:22:00: ist wirklich schön, dass wir aktiv sind.
00:22:04: Man kann etwas machen.
00:22:06: Man muss etwas machen.
00:22:07: Ja, voll.
00:22:09: Nicht still.
00:22:10: Das hat damit auch viel zum Leben zu tun.
00:22:11: Oder das Leben in Fülle.
00:22:12: Mit allem, was dazugehört.
00:22:13: Höchst und tief.
00:22:14: Und den ganzen Farben und Paletten.
00:22:17: Nicht einfach nur so etwas.
00:22:19: Die Messung wird dann irgendwie in der Mitte sein.
00:22:21: Von dem her hast du den Falt rausgefahren.
00:22:24: Ja, das ist gut.
00:22:32: Gut.
00:22:33: Dann kommen wir noch zum Fun Fact.
00:22:35: Luca sitzt jeden Tag an sein Piano.
00:22:37: und sagt dem liebevoll Little Old Friend.
00:22:40: Und sonst, weil dem Little Old Friend entstanden sind, die haben es schon in bekannten Serien geschafft wie Grey's Anatomy oder NCIS.
00:22:47: Also, habe ich so nichts von ihm, aber ja.
00:22:52: Sehr
00:22:52: schön,
00:22:53: sehr schön.
00:22:55: So melancholische, tiefgründige Songs zum Drillen geschrieben.
00:22:59: Dann kommen wir zum letzten Song, Don't Hurt Yourself, von The Brilliance, ein Aufruf, das man sich selbst nicht wehtun oder fertig machen will.
00:23:12: Der Aufruf kommt wirklich in viele Male.
00:23:14: Habt ihr das gesagt?
00:23:14: Nein,
00:23:15: aber
00:23:16: ich
00:23:16: kann das
00:23:17: selbst machen.
00:23:19: Don't Hurt Yourself, Don't Hurt Yourself.
00:23:23: Es ist bei mir durch, was ich sage, es gibt nicht zu früh auf.
00:23:32: Macht deine Pferdung, wenn etwas nicht klappt.
00:23:37: Was ist bei euch durch den Rungen?
00:23:40: Genau, macht die selber eine Pferdung.
00:23:43: Ich glaube, das ist so ... Es doppelt wie noch.
00:23:47: Das Leben ist manchmal schwer.
00:23:50: Versämmelst du es oder machst es falsch?
00:23:51: Oder bringst du es nicht an?
00:23:52: Oder willst du es anders machen?
00:23:55: Kriegst du es nicht hin?
00:23:56: Und dann machst du es selber noch fertig.
00:23:58: Es ist einfach blöd.
00:23:59: Also macht das nicht, lass es.
00:24:01: Macht dich nicht selber noch fertig.
00:24:02: Ich glaube, dass die niemandem.
00:24:06: So, dass ich aus dem so rauskomme.
00:24:08: Und dass ... Ich finde es wirklich, wirklich stark.
00:24:10: Also ich finde es nicht nur vom Text, ich finde auch die Melodie und die Musik.
00:24:15: Ich finde das wirklich unglaublich.
00:24:16: Ich danke vielmals, dass man diesen Song rippt.
00:24:19: Es lohnt sich sehr, ich finde es unglaublich stark.
00:24:22: Ich finde es unglaublich viel Kraft.
00:24:25: Wie
00:24:26: auch
00:24:28: das bei Eure Anklungen so, dass you go to lose yourself, to find yourself.
00:24:32: Du musst dich
00:24:33: verlieren.
00:24:35: Genau, das ist der Anfang.
00:24:37: Du musst dich verlieren, um dich zu finden.
00:24:39: Und dann geht er los, geht er los, geht er los, geht er los.
00:24:41: Und dann kommt aber dich nicht hassen.
00:24:45: Was hat das bei euch?
00:24:46: Was ist da bei euch angeklungen?
00:24:48: Ich finde, es stimmt, man muss sich manchmal ein bisschen verlieren, um sich zu finden.
00:24:52: Aber es ist so nirgends krass.
00:24:52: Das
00:24:53: sind unsere Sicherheiten oder so gewisse Sachen, die sich fix angefühlt haben im Leben wieder loslassen.
00:25:00: Also, es geht wieder ein bisschen ins Thema, in dem wir vor beim Song All, beim Challenger, hatten.
00:25:10: Deine Identität ist ja wie nicht abgeschlossen, wie nicht fix.
00:25:14: Manchmal musst du dich selber wieder loslassen lassen.
00:25:22: So ein Knet in Sinne.
00:25:23: Du hast in den ersten Jahren bis in die Wachstunde angefangen, dein Mensch zu knetten.
00:25:31: Dann hast du geschaut, aber es ist nicht mehr dran.
00:25:35: Du musst zerstören, um eine neue Figur zu formen, mit dem Knet.
00:25:39: Du kannst nicht einen zweiten Knet nehmen, das ist ja dann eine neue Figur.
00:25:45: Wenn du deine Figur weiterentwickeln willst, musst du sie zerstören.
00:25:50: Und eben gar nicht, eben, don't hurt yourself, don't hurt yourself, also nicht mit dieser ... Das erste Mensch war nicht gut und ich verquetschte das jetzt wieder, sondern ... Nein, es entwickelt sich weiter, ich nehme es auseinander.
00:26:04: in Liebe und Forms zu etwas Neues und Laue etwas Neues entstaue.
00:26:10: Es gibt einen Bibeltex, wo ich mich sofort da kumpelt, egal wer sich an sein Leben klamm und da wird es verlieren, wer sein Leben für mich aufgibt, da wird es für immer gewinnen.
00:26:19: Ich glaube, da geht es nicht um Leben und Tod, sondern es hat viel mit dem zu tun.
00:26:24: Also das Verbissen, Vorstellen von dem, so sollte mein Leben sein, das will er erreichen und so muss es sein.
00:26:30: Als Kind habe ich einen Helikopter-Pilot.
00:26:31: Man sagt, ich habe irgendwann ein Einfamiliehaus mit einem Veyron Passaton, wo man kommt.
00:26:35: Das Leben ist ein bisschen anders gekommen.
00:26:37: Und das ist auch nicht so tragisch.
00:26:38: Also ich glaube, das ist nicht das Verbissen.
00:26:39: Weisst du, wie loslassen, wie können auch ein bisschen ... Der Song ist für mich auch leicht, mit einer gewissen Lichtigkeit, in diese Sachen zu gehen und zu tun und zu schauen, was kommt, etwas spiller ist, vielleicht auch.
00:26:52: Mit dem Umgang, wenn ich verbissen bin, dann etwas loslassen.
00:26:55: Sich selber nicht so ganz so verbissen ernst zu nehmen in allen Details, sondern wie auch, wie das Leben macht, ich nicht noch selber fertige allem.
00:27:04: Es gibt so eine ... Ich finde es sehr schön.
00:27:09: Es ist wirklich schwer.
00:27:10: Es gibt einen Grund, um sich selbst fertig zu machen.
00:27:12: Aber lass es.
00:27:14: Lass es.
00:27:16: Mach es nicht.
00:27:17: Aber das Loslau von sich selbst ist ein Stück weit.
00:27:20: Das Loslau von seinen Vorstellungen.
00:27:21: Das Loslau von den Verbissenen.
00:27:23: Das öffnet erst wieder Raum.
00:27:26: Für das Geralter ist das Kreative ein anderes Neue.
00:27:29: Darum verstehe ich schon, dass er mit dem anfängt.
00:27:31: Für mich schliess ich das ziemlich.
00:27:32: hat etwas mit Selbstbewusstsein zu tun, glaube ich.
00:27:37: Also nicht das klassische Selbstbewusstsein, weil man es heute kennt, wo einer für eine Stadt sagt, wie gut ich bin, sondern sich selbstbewusstsein, sich selbst, wer bin ich?
00:27:48: Was kann ich?
00:27:49: Was sind meine Begrenzungen?
00:27:50: Wie funktioniere ich?
00:27:52: Was kann ich gut?
00:27:53: Was kann ich nicht so gut?
00:27:54: Und wie der drin auch eine Leichtigkeit entwickelt und nicht das Gefühl, ich muss alles im Griff fahren.
00:27:59: Ich muss alles können und ich muss fehlerfrei sein.
00:28:01: Das, was wir so konditioniert haben in unserer Gesellschaft.
00:28:03: Ja, voll.
00:28:04: Das hat für mich auch etwas mit dem zu tun.
00:28:05: So wie das Bewusstsein über meine Stärken und auch bei mir dürfen und sagen, ich bin halt so.
00:28:10: Also so nicht im Sinne von negativ, sondern ja, ich bin ... In diesem nicht so stark.
00:28:14: Das macht ja gar nichts.
00:28:16: Ich brauche ein wenig Zueneigung, dass du mir gut ... Du hast ja nicht so schlimm.
00:28:19: So, ja.
00:28:20: Eine gewisse Lichtigkeit reinzugeben.
00:28:22: Ich finde
00:28:22: das Wort Lichtigkeit noch schön.
00:28:24: Ja, voll.
00:28:24: Ich finde, das ... Ja, das hat etwas, das sich finden ... oder sich eben bewusst sein, aber ich gebe eine gewisse Lichtigkeit, weil ich weiss, wie ich ticke.
00:28:35: Und ich kann mich vielleicht auch nicht so ernst nehmen.
00:28:38: Ich finde, das hilft auch bei ganz vielen Sachen, wenn man sich nicht so ernst nimmt.
00:28:40: Es fährt mir manchmal schwierig.
00:28:42: Aber manchmal ist es immer einfacher auch, wenn man etwas nicht so gut ist.
00:28:47: Ja,
00:28:49: was?
00:28:49: Wir halten es nicht so gut in dem.
00:28:50: Ja.
00:28:50: Haben das
00:28:52: nicht so als Versagen, sondern als Weiterentwicklung?
00:28:59: Ja.
00:28:59: Das ist das, was ich meine, glaube ich.
00:29:01: Ja, und jetzt?
00:29:02: Das ist jetzt nicht so schlimm.
00:29:04: Dein Wert liegt nicht daran, dass du das so oder so gemacht hast.
00:29:07: Ich glaube, dass es mit dem zu tun oder mit dieser Tief, ich finde, eine unglaublich tiefe Song.
00:29:13: Da kann man ganz, ganz tief gehen.
00:29:14: Da kann man zwischen den Zielen lassen, cause you never knew what today you do.
00:29:18: Du wirst nie wissen, was du heute machst.
00:29:21: Also du kannst alles interpretieren, aber du kannst sagen, du weisst nicht, vielleicht hast du heute etwas mega Gutes gemacht, was du gar nicht weisst.
00:29:28: Weil du vielleicht nur schon gelächelt hast.
00:29:31: Du weisst, du kennst jetzt vielleicht wieder ein komplett anderes Thema.
00:29:33: Ja.
00:29:33: Nein, ich finde gut.
00:29:34: Du hast das
00:29:35: Gefühl, du hast etwas versifft und etwas nicht gut gemacht, aber du hast mit dem vielleicht gerade etwas ganz tolles bewirkt.
00:29:41: Da ist ja nichts.
00:29:41: Das liegt
00:29:42: ja nicht in deinen ...
00:29:43: Ja, oder wenn dich so ... Wenn du fertig machst, weil es nicht so gelungen ist, dann gehst du vielleicht auch auf.
00:29:49: Und ich habe mehr so verstanden, du weisst gar nicht, was noch wird, oder?
00:29:54: Also du hast es zweihundertmal nicht geschafft, aber beim zweihundertbeufidrissigsten Mal schaffst du es im Fall.
00:30:01: Ja.
00:30:02: Jetzt mach dich nicht fertig und bleib doch irgendwie noch etwas dran.
00:30:05: Ja.
00:30:06: Weil du weisst nie.
00:30:07: Du weisst nie, genau.
00:30:08: Das finde ich cool, du weisst nie.
00:30:11: Und was ganz wichtig ist, don't hurt yourself.
00:30:13: Mach's einfach nicht.
00:30:14: Ich finde, das ist so cool.
00:30:17: Aber das Verzweifeln bringt dir nichts.
00:30:19: Ich finde, das Verzweifelung ist, dass man sich selbst verzweifeln will.
00:30:25: Das bringt dir selbst überhaupt nichts.
00:30:26: Und die Menschen kommen auch nicht.
00:30:29: Ich finde, der Song kommt so ... Ich merke dich so leicht daheim, oder?
00:30:34: Dann geht es zu den Anfängen mit ... Das ist irgendwie so ... Okay.
00:30:38: Für die Anfänger sind wir gleich ... Ja, musst du dich selber verlieren.
00:30:41: Ist das eine Ahnung?
00:30:43: Die Lichtigkeit drin.
00:30:44: Ich habe es noch schön gefunden.
00:30:45: Ich habe das Leben nicht ganz so ernst.
00:30:48: Ich glaube, du gefällt mir dieser Song so gut.
00:30:51: Er hat die Tüfe.
00:30:54: Er macht es nicht lächerlich.
00:30:57: Überhaupt gar nicht.
00:30:58: Aber er gibt so eine Lichtigkeit drin.
00:31:01: Im Sinne von, ihr nehmt es nicht, nehmt es sich nicht so leicht zu verbissen.
00:31:04: Und Herr auf der Wehe machen, finde ich so stark.
00:31:06: Erfolgt.
00:31:08: So ein Tanz von Lichtigkeit und Tiefgang.
00:31:12: Musikalisch top,
00:31:14: ja.
00:31:14: Dann unbedingt mal reinlassen in unsere Playliste, die wir extra zu dem Podcast haben, wo wir alle die Songs rein tun.
00:31:21: Genau verlinkt in den Show-Nots.
00:31:24: Wenn man mit dem Fun Fact noch, die und ich abschliessen.
00:31:28: Beim Recherchieren habe ich ein Video gefunden, in dem man David von The Brilliant singt und in Gitarren vom Christbaum.
00:31:35: Ich weiss, wie Nacht es jetzt wirklich schon vorbei ist, aber ich kann es einfach ... Ich kann mich auch nicht schauen.
00:31:40: Er hat einen Hamburger, so als Weihnachtsornament an diesem Baum gehangen.
00:31:46: Ich muss euch jetzt schnell fragen, weil ... Als ich am Weihnachtsmerk ging, habe ich nie so krass empfunden.
00:31:53: Da hattest du eine Bubble-Tie, Weihnachtskugel-Ornament, Louis Vuitton-Gucci-Testli, was auch immer, Hot-Tox und keine Was.
00:32:02: Hänke dir solche Sachen auf?
00:32:06: Hey, nein.
00:32:06: Nein.
00:32:07: Nein, wirklich nicht.
00:32:09: Wir hatten zum ersten Mal eine Zuckerstange.
00:32:11: So eine wirklich...
00:32:12: Ah, die Rotweisse.
00:32:13: So die...
00:32:13: Ja, aber wirklich als kitschiges Weihnachtsornament, in dem meine Tochter in einem Adventskalender gekommen ist und sie sich fragen, Mami, meinst du, dann habe ich beide die Augen gezogen und gesagt, ja, das ist gut.
00:32:25: Das ist auch dein Baum.
00:32:27: Unser Baum wird immer schlichter.
00:32:29: Okay.
00:32:29: Wir hatten nicht mal mehr Kugeln dran.
00:32:30: Okay, nur noch
00:32:30: so... Weil dein
00:32:32: Baum selber so schön ist.
00:32:35: Ja, das stimmt.
00:32:35: Es ist immer noch so schön, weil es so schön ist.
00:32:37: Wir finden es doch so schön.
00:32:39: Und der Baum selber ist schön.
00:32:41: Er hat schon Kerzen drauf.
00:32:42: Es hängt ein paar Rentierlideranzen aus Holz, aber ganz schlicht.
00:32:47: Das hat mir beeindruckt, dass es von ihr herkommt.
00:32:49: Der Baum ist doch so schön.
00:32:50: Man sieht den Baum gar nicht mehr.
00:32:51: Der Baum ist ja eigentlich besonder am Ganzen.
00:32:57: Ich habe auch gesehen wie wir ihn.
00:32:58: Kein Zuckerstangen, kein Rübiton, kein
00:33:01: Hamburger.
00:33:02: Handi,
00:33:05: auf die nächste Weihnachter schenke ich dir
00:33:08: so ein.
00:33:08: Ein
00:33:08: Hamburger?
00:33:09: Gut, das kommt alles zurück, du weisst.
00:33:13: Dann sind wir durch mit dem Fun Fact, mit dieser Episode Song Reaction.
00:33:19: Wenn du uns unbedingt wissen willst, was du an Weihnachtsbärmen ankenkst, hast du das Jahr.
00:33:23: Mach das,
00:33:23: pöterlich.
00:33:24: Wir schreiben uns, wir müssen es riesig freuen.
00:33:27: Wir freuen uns auf alle Reaktionen.
00:33:28: Ich habe heute gerade mal geschaut, ich habe gesehen, es gibt Leute, die uns in den USA, Spanien, Frankreich und Deutschland habe ich so Streams gesehen.
00:33:37: Darum schreiben wir uns von wo auch immer.
00:33:40: Wir würden uns wirklich sehr freuen.
00:33:42: Die Adressen, die Meld-Adressen, findest du in den Show-Notes.
00:33:45: Dort ist auch der Link zu der Spotify-Playlist mit allen Songs drin.
00:33:49: Und auch Link zum Spenden.
00:33:51: Weil ohne Spenden geht bei uns gar nichts.
00:33:53: Unseres Medienhaus, RF-Media, lebt von Spenden.
00:33:56: Nur dank Spenden können diese Podcasts und auch andere Podcasts von RF-Media überhaupt.
00:34:03: Ja, die Schapfen können wir überhaupt ausbringen.
00:34:06: Den Spendenlink gibt es in der Shownots.
00:34:08: Und wir sagen jetzt danke vielmals.
00:34:10: Bis zum nächsten Mal und
00:34:15: tschüss!
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